St. Agatha-Grundschule Alverskirchen

GEMEINSAM STÄRKEN AUSBAUEN

KWELA KWELA

Schulhof wird zur sonnigen Savanne

Alverskirchener Grundschüler landen mit Musical „Kwela, Kwela! Wasser für die Tiere Afrikas!“ einen Hit

Alverskirchen - 
„Zugabe, Zugabe“ schallt es durch die stehende Zuschauermenge auf dem Alverskirchener Schulhof. Stolz blicken Lehrer, Eltern, Geschwister, Freunde und Schaulustige in vor Freude glühende Kindergesichter, als das Abschlusslied des Musicals „Kwela, Kwela! Wasser für die Tiere Afrikas!“ erklungen ist. Mit ihrer Ankündigung, „Sie werden staunen!“, hatte Schulleiterin Antonia Heringloh nicht zu viel versprochen. Auch beim nunmehr zwölften Musical der St. Agatha-Grundschule hatte es Musiklehrerin Rita van Ijzerlooij zusammen mit Theaterpädagogin Karin Große Inkrott geschafft, wahre Schauspiel- und Gesangstalente aus den Grundschülern herauszukitzeln.

Nach monatelangen Vorbereitungen hatten die Schüler der 3. Klasse mit Unterstützung der Chor-Kinder aus der 2. und 4. Klasse ein Musical auf die Beine gestellt. Nach einer Piraten-Show 2015 diente diesmal ein bekanntes afrikanisches Märchen als Vorlage. Nach Vorführungen für Kinder anderer Schulen in der Woche zuvor durften jetzt auch ehemalige Schüler, die mittlerweile die 5. Klasse besuchen, dabei sein. Zahllose Stunden auswendig lernen, proben und vorbereiten gipfelten in einer farbenfrohen, mitreißenden Darbietung in der „Alverskirchener Savanne“. Eigens von der Familie Eikelmann angelieferter Sand und die untergehende spätsommerliche Abendsonne verliehen den Zuschauern das Gefühl, nicht in einem kleinen Dorf im Münsterland, sondern mitten in Afrika zu sein.
Dabei spielte die Wüste in diesem Stück eine zentrale Rolle. Sofie Blümel als Vogel Tebogo kündigt es mit einem Megaphon der Menge an: Nach einer langen Trockenzeit wird das Wasser knapp, weshalb King George der Löwe, gespielt von Julius Buchholz, eine Konferenz der Tiere einberuft. „Wir könnten Wasser kaufen!“, kommt als Vorschlag aus der Menge. Nach Befragen des Orakels, einem alten Stiefel, mit dem Lied „Sag uns was“, fangen die Tiere an, nach Wasser zu graben und haben schließlich Erfolg. Doch schon am nächsten Tag ist die Quelle aus unerklärlichen Gründen versiegt. „Das Wasser wurde gestohlen. Wir müssen also noch mal graben“, so der König. Eine Nachtwache soll das Wasser sichern. Der Nachtwachen-Dialog zwischen Zebra Jake (Matti Lenze) und Elefant Frank (Linus Jürgens) bringt die Zuschauer zum Schmunzeln. „Alle halten uns Elefanten für dickhäutig, dabei sind wir aber ganz schön sensibel!“, zeigt der Elefant seine dünnhäutige Seite.
Doch auch nach dieser Nacht heißt es noch mal zu graben. Von Geistern vertrieben, hat es die Nachtwache nicht geschafft, auf das Wasser aufzupassen. „Wir haben Burn-Out“, klagen die Tiere. Nach erneutem Befragen des Orakels soll es der musikalische Hase, der zuvor beim Graben nicht mitgeholfen hatte und somit vom Trinken des Wassers ausgeschlossen wurde, schließlich richten. „Ich fand es schon immer unsäglich, dass die Grille, die die Tiere einen Sommer lang mit ihrer Musik erfreut hat, verhungern soll. Das Vorurteil, dass Musiker faul seien, scheint damals wie heute zu bestehen.“
Eine Hommage an Künstler und Musiker wollte der Autor des Musicals Andreas Schmittberger zum Mittelpunkt machen. Und es war kein Zufall, dass die Rolle des Hasen von Kiara Oellinger gespielt wurde. Das Können des Spielmannszug-Mitglieds wurde bei der nächsten Nachtwache ins Stück eingebunden. Nicht nur den Zuschauern, auch den Gespenstern gefällt das Flötenspiel, wodurch es zu einer Annäherung kommt. Die Gespenster hatten nämlich allein aus Langeweile Elefant und Zebra verscheucht und das Wasser gestohlen. Doch die Musik des Hasen hilft gegen die Langeweile. „Wasser für Musik“ lautet schließlich die Abmachung, die zwischen den Gespenstern Frida Linnemann, Alessia Pala, Emely Strohbücker und dem Hasen getroffen wird.
„Wer diese Aufführung gesehen hat, der weiß, dass die Schule die Seele des Ortes ist. Ich bin begeistert!“, ließ Bürgermeister Sebastian Seidel nach der Vorstellung verlauten. Auch die Klassenlehrerin der 3. Klasse, Karin Piendl, zeigte sich sichtlich stolz. Jede Menge Engagement, Teamgeist und Spaß am Schauspiel haben das diesjährige Grundschul-Musical zu einem Highlight werden lassen.

Artikel der Tageszeitung WN vom 13.09.2016/Von Nicole Roer

 

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